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Was eine Hochzeit in Kassel kostet – und woher unsere Zahlen kommen

3 Minuten Lesezeit

„Was kostet eine Hochzeit?“ ist die meistgestellte Frage vor jeder Planung. Überall im Netz steht eine Antwort darauf, meistens eine runde Zahl mit vier Stellen. Bei uns steht sie nicht. Das ist kein Versehen.

Eine Durchschnittszahl beschreibt keine einzige Hochzeit

Die Kosten einer Hochzeit hängen an einer einzigen Größe stärker als an allen anderen zusammen: der Gästezahl. Sie bestimmt Essen, Getränke, Sitzplätze, Raumgröße, Papeterie, oft auch die Location und damit indirekt den Termin. Eine Feier mit 30 Gästen und eine mit 120 sind nicht dasselbe mit anderem Faktor – es sind zwei verschiedene Veranstaltungen.

Dazu kommt, was ihr selbst übernehmt. Wer die Deko baut, den Kuchen von der Tante bekommt und die Musik über eine Anlage aus dem Freundeskreis laufen lässt, landet bei einem Bruchteil dessen, was dieselbe Feier mit gebuchten Dienstleistern kostet. Ein Durchschnitt mittelt über beides hinweg und trifft am Ende niemanden.

Womit wir rechnen, solange die Region fehlt

Für die Schätzung greifen wir derzeit auf bundesweite Richtwerte zurück – und schreiben an jede Zeile dazu, woher die Zahl stammt. Das ist ausdrücklich ein Platzhalter und kein Ergebnis: Eine Location in Kassel kostet nicht, was eine Location in München kostet, die Standesamtsgebühren unterscheiden sich von Stadt zu Stadt, und die Anfahrt eines Betriebs aus Nordhessen ist eine andere Position als die eines Anbieters, den man einfliegen lässt.

Sobald in einer Kategorie mindestens zwei Betriebe ihre eigene Preisspanne hinterlegt haben, ersetzt diese regionale Spanne den bundesweiten Richtwert. Der Unterschied zu einer runden Zahl aus einer Umfrage ist also nicht, dass wir bessere Zahlen hätten – sondern dass bei uns dabeisteht, wie belastbar sie gerade ist.

Was wir stattdessen machen

Wir rechnen mit den Preisspannen, die die Betriebe uns selbst in ihren Profilen nennen. Sobald in einer Kategorie mindestens zwei Betriebe eine Spanne hinterlegt haben, entsteht daraus die Bandbreite, die wir anzeigen. Das ist keine Schätzung und keine Hochrechnung, sondern die Angabe der Anbieter, bei denen ihr tatsächlich buchen würdet.

Wo das noch nicht der Fall ist – und das ist zurzeit fast überall, weil das Verzeichnis gerade erst wächst – steht der bundesweite Richtwert mit seiner Quelle. Und wo auch der fehlt, steht schlicht, dass die Spanne noch nicht bekannt ist: bei der kirchlichen Trauung zum Beispiel, die für Mitglieder kostenfrei ist, während die Auslagen für Orgel und Küster jede Gemeinde für sich regelt und kaum eine sie veröffentlicht. Eine offene Lücke ist uns lieber als eine erfundene Zahl, die jemand für bare Münze nimmt.

Wo wir schon belastbare Zahlen haben

Beim Standesamt, weil die Gebühren dort öffentlich sind: Die Prüfung der Ehefähigkeit kostet in Kassel 47 €, die Trauung 47 bis 105 € je nach Tag und Uhrzeit, die Eheurkunde 12 €, ein Stammbuch ab 29 €. Für besondere Trauorte kommt ein Aufpreis dazu – 200 € im Planetarium, 330 € im Historischen Messinghof.

Das sind Zahlen, für die es eine Quelle gibt. Genau solche wollen wir haben, bevor wir etwas hinschreiben.

Was ihr davon habt

Rechnet nicht von einer Gesamtsumme rückwärts, sondern von eurer Gästezahl vorwärts. Tragt zuerst ein, was schon feststeht, und holt für den Rest zwei bis drei Angebote ein – bei Betrieben aus der Region, die euren Termin kennen. Das dauert einen Abend und ist am Ende genauer als jede Zahl, die wir euch hier nennen könnten.

Wo ihr in Kassel und Nordhessen anfangt zu suchen, steht in unserem Verzeichnis. Die Gebühren des Standesamts findet ihr auf der Seite zum Standesamt Kassel.